Glossar

Medizinische Fachbegriffe gut erklärt

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Fachbegriffe von A-Z

Die Akupunktur ist eine der Säulen der Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). In dieser rund 5000 Jahre alten asiatischen Heillehre geht man davon aus, dass der gesamte Körper von Leitbahnen, so genannten Meridianen, durchzogen ist. Auf diesen Meridianen fließt das Chi oder Qi, die Lebensenergie. Kommt es zu Störungen oder Blockaden dieses Energieflusses, fühlt man sich schlecht oder wird krank. Um diese Lebensenergie wieder in Schwung zu bringen, werden in der Traditionelle Chinesische Medizin verschiedene Verfahren angewandt. Neben Bewegungsübungen wie Qigong oder Taijiquan, Massagetechniken wie Shiatsu oder Tuina sind die Arzneitherapie sowie die Akupunktur mit der so genannten Moxibustion (Erwärmung der Akupunkturpunkte) im Fokus. Gerade die Akupunktur ist im Kampf gegen Rückenschmerzen sehr effektiv. Noch vor einiger Zeit glaubte die Schulmedizin noch, dass es sich dabei um reine Placeboeffekte handeln müsste. Inzwischen hat man festgestellt, dass die diversen Akupunkturpunkte an Stellen liegen, wo Gefäße und Nerven besonders nah an der Hautoberfläche liegen, wo ein sehr viel geringerer Hautwiderstand herrscht. Man vermutet, dass es durch die Nadelreizung zu einer Ausschüttung von bestimmten Hormonen kommt, die wiederum über elektrische Impulse bestimmte schmerz fördernde Substanzen hemmen. Zudem ist sehr wahrscheinlich, dass die Akupunkturnadeln Endorphine aktivieren, das sind schmerz lindernde und stimmungs aufhellende Botenstoffe.

Bei der Akupunktur werden mit ganz feinen sterilen Einmalnadeln gezielte Reize an bestimmten Punkten des Körpers gesetzt. Das löst Blockaden und durch eine Mehrdurchblutung kommt es zu einer Detonisierung muskulärer Verspannungen.

Eine Arthritis kann jedes Gelenk betreffen. Es handelt sich um eine Entzündung eines Gelenkes (mechanisch, infektiös, reaktiv oder traumatisch).

Arthrose entsteht durch den fortschreitenden Verschleiß des Gelenkknorpels, oft bedingt durch Alter, Fehlbelastungen oder frühere Verletzungen. Dies führt zu Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Entzündungen in den betroffenen Gelenken. Die Therapie sollte zunächst konservativ und stets individuell erfolgen, viele Therapiebausteine werden hierbei kombiniert. Moderne Injektionstherapien (PRP, Kollagen, Hyalurone, Homöopathie) und die Stammzelltherapie werden eingesetzt, um den Einsatz eines künstlichen Gelenks deutlich hinauszuzögern oder sogar ganz zu vermeiden.

Bei Arthrose handelt sich um eine degenerative Erkrankung, die die kleinen Gelenke (Facettengelenke) zwischen den Wirbeln der Wirbelsäule betrifft. Es kommt zu einem Verschleiß, was in erster Linie zu wiederkehrenden bis hin zu chronischen Rückenschmerzen mit Bewegungseinschränkungen und in seltenen Fällen zu Ausstrahlungen in Arme oder Beine führen kann.

Abnahme der Höhe und des Wassergehaltes der Bandscheibe.

Von Bandscheibenvorfall spricht man, wenn Bandscheibengewebe (mit gleichzeitiger Verletzung des Anulus fibrosus) in den Nervenkanal, seltener in das Zwischenwirbelloch (Neuroforamen/intraforaminal) oder ausserhalb des Nervenkanals (extraforaminal) austritt. 75% der Vorfälle sind asymptomatisch (Zufallsbefunde), bei einer Protrusion handelt es sich um eine Vorwölbung von Gewebe ohne Verletzung des Anulus fibrosus.

Der BPLS ist eine häufige Ursache für Drehschwindel, der auftritt, wenn sich die Position des Kopfes verändert, zum Beispiel beim Aufstehen oder beim Drehen im Bett. Dabei verschieben sich kleine Kristalle (Otholiten) im Innenohr, was das Gleichgewicht stört und zu Drehschwindel führt. Der Schwindel ist in der Regel harmlos und lässt sich oft durch spezielle Übungen (Lagerungsmanöver) schnell beheben. Wichtig ist die Abgrenzung zu anderen, zum Teil bedrohlicheren Schwindelformen, z.B. beim Schlaganfall.

Mit einer biomechanischen Funktionsanalyse wird die Stabilität der Hals- bzw. Lendenwirbelsäule gemessen. Durch die Isolation bestimmter Muskeln gelingt es die Tiefenmuskulatur der Wirbelsäule zu erreichen. Diese Muskeln sind von großer Bedeutung für die Stabilität und die verschleissarme Bewegung der Wirbelsäule.

Botulinumtoxin kann seit einigen Jahren auf Grund seiner besonderen biologischen Eigenschaften therapeutisch genutzt werden. Mit der gezielten Injektion von Botulinumtoxin unter die Haut oder in betroffene Muskeln können Erkrankungen, die mit einer vermehrten unwillkürlichen Muskelaktivität einhergehen (v.a. Dystonien), effektiv behandelt werden. Botulinumtoxin kann zudem sehr wirksam bei Erkrankungen eingesetzt werden, die mit krankhaftem Schwitzen einhergehen.

Cryotherapie ist eine moderne Kältetherapie, die bei akuten Verletzungen, Schwellungen, Entzündungen und Muskelverspannungen eingesetzt wird.

Die Denervierung/Verödung von kleinsten Nerven an den Facettengelenken ist eine hervorragende Therapieform nach vorheriger Austestung, um für einen längeren Zeitraum die Schmerzempfindlichkeit deutlich zu reduzieren (Schmerzarmut/Schmerzfreiheit).

Demenz ist ein Oberbegriff für verschiedene Erkrankungen, die sich durch einen fortschreitenden Verlust geistiger Fähigkeiten auszeichnen. Die häufigsten Formen sind die Alzheimer-Demenz, die vaskuläre Demenz, die Lewy-Körper-Demenz und die frontotemporale Demenz. Mittels neurologischer, apparativer und neurokognitiver Untersuchungen lässt sich die Art und Schweregrad der Demenz genauer bestimmen und prüfen, welche Therapieoptionen in Betracht kommen.

Die PRP-Behandlung ist eine moderne Therapieform, die den Degenerationsprozess der Gelenke verlangsamen und hinauszögern kann. Zusätzlich kann die Behandlung zu einer länger anhaltenden Schmerzlinderung führen und die Beweglichkeit der betroffenen Gelenkeverbessern.
Mittels konzentrierter Wachstumsfaktoren aus dem Blut des Patienten können Heilungs- und Aufbauprozesse im geschädigten Gelenkknorpel angeregt werden. Die Behandlung mit plättchenreichem Plasma ist beispielsweise bei schmerzhaften, leichten bis mittelschweren Arthrosender Grade I bis III und bei frischen Sportverletzungen des Muskel-, Sehnen- und Bandapparates geeignet.

Die Eigenbluttherapie, insbesondere in Form von PRP (plättchenreichem Plasma), nutzt aufbereitetes Blut des Patienten zur körpereignenen Förderung der Heilung von Gelenken, Sehnen und Muskeln. Sie wird erfolgreich bei Arthrose, Sehnenentzündungen, Muskelfaserrissen und Sportverletzungen eingesetzt, da die enthaltenen Wachstumsfaktoren entzündungshemmend wirken und die Regeneration unterstützen.
Die Behandlung ist minimalinvasiv, gut verträglich und wird mit dem IMPACT System durchgeführt. Hiermit können zahlreiche verschiedene autologe Zelltherapien angeboten werden. Dies erlaubt es, noch gezielter auf die individuellen Therapiebedürfnisse der Patienten einzugehen.

Im Bereich der Bandscheiben führt eine Eigenbluttherapie zu einem gesteigertenHeilungsprozess um konsekutiv den Wassergehalt der degenerierten Bandscheibe zu erhöhen, die Elastizität wieder zu verbessern und die Bandscheibenhöhe wiederherzustellen.

Bei einer Eigenbluttherapie wird das eigene Blut des Patienten aufbereitet, um daraus konzentrierte Wachstumsfaktoren zu gewinnen. Diese werden dann in das betroffene Gewebe injiziert. Die Eigenbluttherapie, insbesondere in Form der ACS/PRP-Therapie, ist z.B bei Facettengelenkbeschwerden und geringem Verschleiß äußerst sinnvoll ist. Dabei werden Regeneration, Reparation und die Durchblutung der körpereigenen Stoffwechselkreisläufe angekurbelt. Ebenso werden gereizte Nervenwurzeln durch Umflutungen entsprechend beruhigt.

Bei einer Elektromyographie (EMG) untersucht man die Funktion einzelner Nerven und Muskeln. Dabei wird eine kleine Nadel in den Muskeln eingeführt, um die elektrische Aktivität zu messen. Die Untersuchung ist i.d.R. nicht sehr schmerzhaft. Sie hilft, Nerven- oder Muskelerkrankungen zu erkennen und besser einzuordnen.

Die Elektroneurografie (NLG) ist eine Untersuchung, bei der die Funktion Ihrer Nerven, vor allem deren Nervenleitgeschwindigkeit gemessen wird. Dabei legt man z.B. kleine Elektroden auf die Haut, um elektrische Signale zu senden und zu empfangen. Dadurch kann beurteilt werden, wie gut die Nerven die Signale weiterleiten. Sie dient dazu Nervenschäden wie sie z.B. bei Polyneuropathien auftreten, zu erkennen und besser einzuordnen.

Beim EEG misst man die elektrische Aktivität des Gehirns. Dafür werden kleine Oberflächen-Elektroden auf die Kopfhaut gelegt, die die Gehirnströme aufzeichnen. Die Untersuchung ist schmerzfrei und nimmt nur wenig Zeit in Anspruch. Sie hilft Funktionsstörungen des Gehirns zu erkennen und dient insbesondere der Untersuchung von epileptischen Anfällen.

Epilepsie ist eine Erkrankung des Gehirns, bei der es immer wieder zu unkontrollierten elektrischen Entladungen im Gehirn kommt. Das kann dazu führen, dass einePerson plötzlich “Anfälle” hat, bei denen sie kurzzeitig das Bewusstsein verliert, zuckt oder ungewöhnliche Verhaltensweisen zeigt. Epilepsien können eine Vielzahl von Ursachen haben. Einzelne epileptische Anfälle stellen noch keine Epilepsie dar.

Bei vielen orthopädischen Beschwerden spielt eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und gesunden Fetten eine wichtige Rolle, da sie entzündungshemmend wirkt. Nahrungsergänzungsmittel werden häufig unterstützend eingesetzt.

Frakturen können bei einem Unfall oder auch im Alltag erfolgen. Es muss zwingend eine umfangreiche Diagnostik und in der Regel konservative Stabilisierung über eine Orthese durchgeführt werden.

Der Tennisellenbogen (laterale Epicondylitis) und der Golferellenbogen (mediale Epicondylitis) entstehen durch wiederholte Überlastung der Unterarmmuskulatur, oft durch einseitige Bewegungen im Sport oder im Beruf. Diese Reizungen führen zu Schmerzen an den Sehnenansätzen am Ellenbogen. Moderne entzündungshemmende Injektionstherapien (PRP, Kollagen, Hyalurone, Homöopathie) in Kombination mit einer Kältetherapie lindern die Beschwerden. Ebenso ist eine Stoßwellentherapie möglich.

Homöopathie kann in der orthopädischen Therapie ergänzend eingesetzt werden, vor allem zur Unterstützung der Selbstheilung bei chronischen Schmerzen, Entzündungen oder nach Verletzungen. Viele Patienten berichten über eine Linderung ihrer Beschwerden, auch wenn die wissenschaftliche Evidenz begrenzt ist. Die Therapie sollte individuell und idealerweise in ein ganzheitliches Therapiekonzept integriert sein.

Diese Wirkstoffe werden in der konservativen Orthopädie zur Unterstützung der Gelenkfunktion und Gewebeheilung eingesetzt. Hyaluronsäure wird vor allem bei Läsionen an Knorpel und Menisken direkt ins Gelenk injiziert, um die Gelenkschmierung zu verbessern, Entzündungen zu hemmen und Schmerzen zu lindern. Kollagen und Chitosan kommen ergänzend zum Einsatz, um Sehnen, Bänder und Knorpel zu stabilisieren und die Regeneration des Bindegewebes zu fördern.

Die Hydrogel Therapie (Kollagen Stick) ist eine innovative biologische Methode, um die Bandscheibe von innen heraus aufzubauen. Durch Einsetzen eines Hydrogelsticks kommt es zu dessen Aufquellen unter Kontakt mit dem Wasser einer Bandscheibe. So wird konsekutiv die Stoßdämpferfunktion der geschädigten Bandscheibe wieder übernommen.

Das Iliosakralgelenk (ISG) verbindet Becken und Wirbelsäule miteinander. Durch eine relativ hohe statische Belastung kann es – wie bei der Wirbelsäule auch – zu Blockaden kommen. Zudem wird dieses Gelenk von zahlreichen Nerven (L2-S4), die aus dem Nervenkanal austreten versorgt. Ist einer dieser Nerven gestört oder gereizt werden Symptomatische Schmerzen im Bereich des ISGs angegeben. Direkte Schmerzen entstehen meistens nach Versteifungsoperationen der Lendenwirbelsäule oder bei rheumatischen (Gelenk-)Erkrankungen.

Unter Interventioneller Schmerztherapie versteht man Therapieformen, die zu 99,5% komplikationsfrei, schonend und ambulant durchführbar sind. Im Bereich der Wirbelsäule gehören dazu die epidurale Kathetertherapie, Hitze- Verödungstherapie kleinster Nerven bei Facettengelenken oder Sakroiliakalgelenken, Lasertherapien (PLDD), Hydrogelsticktherapie. Zwingend erforderlich ist eine Austestung, um eine perfekte Indikation zu stellen und um einen deutlich erhöhten Behandlungserfolg erzielen zu können.

Die Kalkschulter ist eine schmerzhafte Erkrankung, bei der sich Kalkablagerungen in den Sehnen der Rotatorenmanschette bilden. Sie führt häufig zu starken, bewegungsabhängigen Schulterschmerzen, besonders bei Überkopftätigkeiten. Moderne entzündungshemmende Injektionstherapien (PRP, Kollagen, Hyalurone, Homöopathie) in Kombination mit einer Kältetherapie lindern die Beschwerden, die Stoßwellentherapie therapiert ursächlich.

Das Karpaltunnelsyndrom ist ein häufiges Nervenkompressionssyndrom. Durch den Karpaltunnel am Handgelenk verlaufen Sehnen sowie der Mittelnerv (Nervus medianus). Bei einem Karpaltunnelsyndrom kommt es durch Anschwellen des umgebenden Gewebes zu Druck auf den Nerv. In der Folge können Empfindungsstörungen und Schmerzen oder Kraftminderung der Hand und Finger auftreten.

Spezialgebiet der Orthopädie, das sich mit angeborenen und erworbenen Deformitäten und Erkrankungen des Bewegungsapparates bei Kindern und Jugendlichen beschäftigt.

Ein Kinesio-Tape (Physio-Tape, Muskel-Tape) ist eine Art hochelastisches Pflaster aus Stoff. Es dient bei Verletzungen oder Entzündungen von Muskeln, Bändern oder Gelenken als Stabilisierung, ohne die Beweglichkeit einzuschränken. Die Hauptaufgabe des Kinesio-Tape soll darin bestehen, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren und zu unterstützen.

 

Knorpelschäden und Chondropathien entstehen häufig durch Überlastung, Verletzungen oder altersbedingten Verschleiß und führen zu einer verminderten Belastbarkeit des Gelenkknorpels. Dies kann Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen verursachen. Je nach Art und Ausmaß der Verletzung sollte die Therapie konservativ mit Hilfe moderner Injektionstherapien (PRP, Kollagen, Hyalurone, Homöopathie) erfolgen.

Wichtig ist die frühzeitige Erkennung und ggf. Korrektur von Gelenkfehlstellungen, um den fortschreitenden Knorpelverschleiß zu verlangsamen.

Die Lasertherapie ist ein minimal-invasives Verfahren zum Schrumpfen des Bandscheibenkernes im Inneren der Bandscheibe. Das ermöglicht dem Gewebe, welches sich in den Nervenkanal vorwölbt, sich zurückzuziehen, so dass der Nerv nicht länger bedrängt wird.

 

Die Manuelle Therapie ist das erste Mittel der Wahl im akuten Schmerzzustand, weil über manualtherapeutische Techniken (dehnende Elemente) der schmerzbedingte Verspannungszustand der Muskulatur gelockert wird. Manipulationen dienen ausschliesslich dazu, einen kurzfristigen Behandlungserfolg zu erzielen und dürfen auschliesslich nach exaktem Studium von MRT-Bildern durchgeführt werden.

Die medizinsche Kräftigungstherapie ist eine konservative Therapieform zur Beseitiung körperlicher Beschwerden. Durch die Therapie werden Verspannungen reduziert, Bewegungseinschränkungen beseitigt, die Körperstabilität erhöht und bestehende Deifzite behoben.

Meniskusschäden enstehen meist durch plötzliche Drehbewegungen des Kniegelenks oder altersbedingten Verschleiß und äußern sich durch Schmerzen, Schwellung und Bewegungseinschränkungen. Je nach Art und Ausmaß der Verletzung kann die Therapie konservativ mit Hilfe moderner Injektionstherapien (PRP, Kollagen, Hyalurone, Homöopathie) erfolgen.

Ziel der Behandlung ist es, die Gelenkfunktion zu erhalten und Folgeschäden wie Arthrose zu vermeiden.

Nervenreizung oder Einklemmung eines Hautnervs auf Höhe der Leistenregion, der für die Versorgung des vorderen und seitlichen Oberschenkels verantwortlich ist. Die Reizung verursacht typischerweise Schmerzen, elektrisierende Missempfindungen, Kribbeln oder Taubheit aber keine Muskelschwäche.

Wiederholt auftretender, einseitiger, starker Kopfschmerz, meist mit Begleitsymptomen wie Übelkeit, Erbrechen oder Wahrnehmungsstörungen. Die Migräne kann familiär gehäuft auftreten. Der Verlauf ist meist episodisch. Blitze im Sehfeld, Lichtempfindlichkeit oder bei einer „Migräne-Aura“ auch meist vorausgehende Gefühls- und Sehstörungen oder auch Sprachstörungen kennzeichnen eine „komplizierte Migräne“. Migräne-Schmerzen verschlimmern sich oft bei körperlicher Betätigung. Die Patienten ziehen sich deshalb lieber zurück und suchen Ruhe. Auslöser der Kopfschmerzattacken sind vielfältig und individuell sehr unterschiedlich.

Der Morbus Scheuermann ist eine Wachstumsstörung der Wirbel im Brust und/oder Lendenwirbelbereich. Sie tritt meist im Alter zwischen 10 und 15 Jahren auf. Jungen sind doppelt so häufig betroffen wie Mädchen. Aus bislang unbekannter Ursache stirbt bei der Krankheit ein Teil des Knochens ab. Die Wirbelkörper bekommen dadurch eine Keilform, die Bandscheiben sinken in die Wirbel ein, man nennt das auch die Schmorlschen Knötchen. Die Folge sind Schmerzen – und ein ausgeprägter Rundrücken. Eltern interpretieren diese Haltung oft falsch, nämlich als schlaksig oder nachlässig. Nach der Pubertät kommt die Scheuermann-Krankheit zum Stillstand, die Schmerzen verschwinden dann, der Rundrücken bleibt jedoch.

Durch knöcherne Auswüchse oder sich vorwölbendes Bandscheibengewebe kann es zu Einengungen an den Nervenaustrittslöchern der Wirbelgelenke kommen, der so genannten Foramenenge, die dann zu Schmerzen führen können, die in Beine oder Arme ausstrahlen.

Bei einer neurologischen Untersuchung prüft man, wie gut Ihr Nervensystem funktioniert. Man testet die Muskelkraft, Reflexe, Gleichgewicht, Koordination, Sehstörungen, Empfindungen wie Berührung und Schmerz sowie Sprach- und Denkfähigkeiten. Eine sorgfältige neurologische Untersuchung hilft, Beschwerden zu erkennen, besser zu verstehen und die richtige Therapie zu finden. Sie ist oft auch Voraussetzung für eine gute Planung weiterer diagnostischer Schritte wie der Bildgebung mit Computer- und Magnetresonanz-Tomographie.
Schmerz sowie Sprach- und Denkfähigkeiten. Diese Tests helfen uns, mögliche Probleme zu erkennen und einzugrenzen.

Bei einer neuropsychologischen Untersuchung prüft man, ob und wenn ja, in welcher Form sich die geistige Leistungsfähigkeit des Gehirns verändert hat. Verschiedene Aufgaben helfen, um die unterschiedlichen Leistungsbereiche wie das Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Sprache, Problemlösung, Orientierung und andere Fähigkeiten zu prüfen. Dabei kommen orientierende Tests wie z.B. der Mini-Mental-Status-Test oder der MoCA (Montreal Cognitive Assessment) zum Einsatz, die bei Bedarf erweitert werden können.

Mit Hilfe des Ultraschalls können genaue Untersuchungen der hirnversorgenden Arterien vorgenommen werden. Die spezielle neurologische Ultraschalluntersuchung erlaubt dabei nicht nur die gut zugänglichen Halsschlagadern (extracranielle Untersuchung) zu untersuchen, sondern mit Hilfe spezieller Ultraschallsonden auch die Arterien, die im Inneren des Kopfes das Gehirn mit Blut versorgen (intracranielle Blutgefäße). Mit dieser Untersuchung können wir Hals- bzw. Hirngefäße beurteilen und feststellen, ob das Blut richtig fließt oder ob es Durchblutungsstörungen gibt. Genaue anatomische Kenntnisse erlauben die Beurteilung, ob Durchblutungsstörungen für neurologische Symptome verantwortlich sein können. Die Untersuchung ist völlig schmerzfrei.

Die oberflächliche Elektromyographie ist ein diagnostisches Tool zur Erfassung der muskulären Arbeitsweise. Ist ein Muskel verspannt, arbeitet die Muskulatur ordnungsgemäß oder besteht evtl. eine Schutzspannung? Die Elektromyographie dient neben der genauen Planung der Therapie auch der Verlaufskontrolle.

Mittels eines Sensors, der am Knie fixiert wird, werden die Beweglichkeit und die Stabilität des Knie-, Hüft- und Sprunggelenks gemessen. Als Teil der Diagnostik der medizinischen Kräftigungstherapie liefert die Messung Auskunft über den momentanen körperlichen Zustand.

Orthesen und Bandagen werden nach Verletzungen, bei Instabilität oder chronischem Achsabweichungen eingesetzt. Orthesen stützen, entlasten, korrigieren und stellen ruhig. Es erfolgt vor Ort eine individuelle Beratung und Anpassung.

Kinderorthesen sind spezielle Hilfsmittel, die entwickelt wurden, um die Bewegung oder Haltung von Gelenken, Muskeln und Knochen zu unterstützen oder zu korrigieren. Sie werden oft individuell angepasst, um die speziellen Bedürfnisse des Kindes zu erfüllen.

Im akuten Schmerz bietet sich bei Tätigkeiten mit längerem Stehen oder Sitzen das Tragen einer Orthese an (LordoLoc oder Lumbotrain). Bei Wirbelkörperfrakturen ist eine Versorgung mit einem Mieder für 6 Wochen zwingend notwendig um Anschlussfrakturen zu vermeiden.

Wir bieten einen kompletten orthopädischen/neurologischen Check-Up der Folgendes beinhaltet: Orthopädische Untersuchnung, ggf. radiologische Diagnostik, Muskelkraftanalyse mit entsprechendem individuellen Trainingsprogramm (Foto- und/oder videodokumentiert), Ganzkörperstatikvermessung, Erstellen eines individuellen physiotherapeutischen Übungsprogrammes (Foto- und /oder videodokumentiert).

Erkrankung des Skelettsystems, bei der die Remodellierung der Knochensubstanz gestört ist, sodass es zu einer pathologischen Mikroarchitektur der Knochen kommt. Die verminderte Knochendichte bei Osteoporose führt schließlich zu einer gesteigerten Frakturgefährdung.

Unter Patellaspitzensyndrom versteht man eine Reizung und Entzündung der Sehnenansätze an der Kniescheibenspitze, häufig bedingt durch Überlastung bei Sportarten mit starkem Springen und Richtungswechseln. Typische Symptome sind stechende Schmerzen unterhalb der Kniescheibe. Ursächliche Dysbalancen müssen erkannt und behandelt werden, moderne Injektionstherapien (PRP, Kollagen, Hyalurone, Homöopathie) erwogen werden. Auch eine Kältetherapie und die Stoßwellentherapie sind hilfreich.

Chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems, bei der es zu Bewegungsstörungen wie Zittern, Steifheit und verlangsamten Bewegungen kommt. Bei der Parkinson-Krankheit spielt der Verlust von Nervenzellen, die mit Dopamin interagieren eine große Rolle. Dabei handelt es sich nicht immer um die eigentliche Parkinson’sche Erkrankung. Wichtig ist die genaue Untersuchung und Abgrenzung dieser Bewegungsstörungen, vor allem um „atypische“ Parkinson-Syndrome zu erkennen.

Physiotherapie ist eine Form spezifischen Trainings und der äußerlichen Anwendung verschiedener Techniken, mit der vor allem die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des menschlichen Bewegungsapparats wiederhergestellt, verbessert oder erhalten werden soll.

Bei der Polyneuropathie handelt es sich um eine Erkrankung, bei der viele Nerven gleichzeitig betroffen sind. Typische Beschwerden sind Gefühlsstörungen, vor allem in den Füßen oder Händen, sowie teilweise auch Kraftminderung oder Gleichgewichtsstörungen mit Gangunsicherheit. Man stellt sich ein „Stromkabel“ vor, das Signale zu den Muskeln oder anderen Körperteilen übermittelt. Bei einer Polyneuropathie ist dieses Kabel defekt. Mittels neurologischer Untersuchungen lässt sich das Muster des Schadens herausfinden. Mögliche Ursachen von Polyneuropathien sind ausserordentlich vielfältig. Eine sorgfältige Untersuchung hilft, eine behandelbare Ursache zu identifizieren und die Therapie einzuleiten.

FBSS bezeichnet anhaltende Schmerzen im Rücken- und Beinbereich, die nach einer Wirbelsäulenoperation auftreten oder sich verstärken. Die Ursachen können vielfältig sein, von nicht vollständig behandelten Schmerzursachen über neue Schmerzquellen (z.B. Narben, Instabilität) bis hin zu einer veränderten Schmerzverarbeitung im Gehirn.

Es handelt sich um ein unangenehmes Kribbeln oder Ziehen in den Beinen, das vor allem in Ruhe, abends im Bett oder nachts beim Schlafen auftritt. Betroffene verspüren einen starken Bewegungsdrang um die Beschwerden zu lindern. Vor allem, wenn die unruhigen Beine zu einer Beeinträchtigung der Schlafqualität führen, besteht Behandlungsbedarf.

Röntgen/Bildwandler finden bei uns Anwendung bei punktgenauen Injektionen vor allem im Bereich der Wirbelsäule, seltener bei anderen Indikationen. Zudem kann ein Schnellausschluss von grösseren Frakturen und ein Ausschluss/Beweis einer Instabilität bei einem Wirbelgleiten durchgeführt werden. Sonst ist das Röntgen der Magnetresonanztherapie/Kernspintomographie weit unterlegen und hat meist keine therapeutische Konsequenz.

Unter Hexenschuss versteht man einen plötzlich auftretenden, stechenden und anhaltenden Schmerz meist ohne ersichtliche Ursache und ohne Ausstrahlung in die untere Extremität.

Eine Schleimbeutelentzündung entsteht meist durch Überlastung, Druck oder im Rahmen einer Infektion und führt zu Schmerzen, Schwellung und Bewegungseinschränkung am betroffenen Gelenk. Häufig betroffene Stellen sind Schulter, Ellenbogen, Hüfte und Knie.

Möglicherweise ursächliche Dysbalancen oder Infekte müssen erkannt werden, lokale entzündungshemmende Maßnahmen sind individuell notwendig.

Infusionen sind Powerbooster, die Ihren Organismus mit einem individuellen Mix aus hochdosierten Vitalstoffen versorgen und dabei helfen, Sie schnell wieder auf die Beine zu bringen.

Der Schmerzkatheter ist eine hochwirksame Schmerztherapie und schließt eine notwendige Lücke zwischen nicht zu hundert Prozent greifenden epiduralen Injektionen und einer (erneuten) operativen Versorgung.

Erholsamer Schlaf stellt eine wesentliche Grundlage für unser Wohlbefinden dar. Mittlerweile ist besser verstanden, wie gesunder Schlaf gesteuert wird und welche Einflussfaktoren einen erholsamen Schlaf beeinträchtigen können. Insbesondere, wenn Schlafstörungen mit einer vermehrten Tagesmüdigkeit einhergehen, ist eine sorgfältige neurologische Untersuchung, u.U. auch eine Untersuchung im Schlaflabor erforderlich.

Ein plötzlicher Ausfall der Gehirndurchblutung, bei dem es zu schweren Beeinträchtigungen wie Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen kommen kann. Es gibt zwei Hauptarten: den ischämischen Schlaganfall, bei dem ein Blutgefäß im Gehirn verstopft ist, und den hämorrhagischen Schlaganfall, bei dem eine Blutung als Ursache vorliegt. Ein Schlaganfall ist ein medizinischer Notfall, bei dem schnelle Hilfe lebenswichtig ist.
Die Ursachenfindung ist für die weitere Behandlung von entscheidender Bedeutung.

 

Bei der Skoliose handelt es sich um eine Verkrümmung der Wirbelsäule im Brust- und/oder Lendenwirbelbereich. Beim Morbus Scheuermann sind die Wirbel in diesem Bereich von einer Wachstumsstörung unbekannter Ursache betroffen. Beide Erkrankungen werden häufig bei Kindern und Jugendlichen in der Pubertät festgestellt.

Eine Skoliose ist eine Rückenerkrankung, bei der die Wirbelsäule nach rechts oder links verbogen ist und gleichzeitig noch einzelne Wirbelkörper verdreht sind. Etwa 90 Prozent der Skoliosen sind idiopathisch. Das bedeutet, man kennt den Auslöser der Erkrankung nicht. Sie wird meist bei Kindern im Alter zwischen zehn und zwölf Jahre entdeckt. Mädchen sind viermal häufiger davon betroffen als Jungen.

Die Verkrümmung der Wirbelsäule kann sich im Lendenwirbel- aber auch den Brustwirbel-Bereich zeigen, manchmal sind sogar beide Regionen betroffen, dann spricht man von einer Doppel-S-Skoliose. Skoliose betroffene Kinder in einem fortgeschrittenen Stadium haben oft eine ganz charakterische Fehlhaltung: Eine Hüftseite springt stärker hervor, eine Schulter steht etwas hoch und eine Rückenhälfte wölbt sich stärker nach hinten. Diese Fehlhaltung fällt dann irgendwann beim Kleiderkauf oder beim Sportunterricht auf. Doch soweit muss es nicht kommen. Denn: Je früher eine Skoliose erkannt wird, desto besser sind die Chancen zur Rückbildung.

Unter Skoliose im Erwachsenenalter versteht man eine Seitabweichung der Wirbelsäule aus dem Lot mit Rotation/Verdrehung von Wirbelkörpern. Diese muss im Erwachsenenalter nur sehr selten operiert werden bei regelmässiger (järlicher – zweijährlicher) Kontrolle. Eine Operationsindikation wäre z. B. ein zunehmendes organisches Versagen.

Die häufigste primäre Kopfschmerzursache. Sie sind eher drückend als pochend („wie in einer Schraubzwinge“) und verschlechtern sich nicht wesentlich durch körperliche Belastung. Sie werden meist durch Stress, Verspannung und Müdigkeit getriggert.

Von Spinalstenose spricht man bei der Verengung des Rückenmarkskanals, in dem sich das Rückenmark und die Nervenfasern befinden. Das kann die Nerven reizen oder in ihrer Funktion beeinträchtigen, was zu verschiedenen Symptomen wie Schmerzen, Taubheitsgefühl oder (in den seltensten Fällen) Lähmung führen kann.

Der Bewegungsapparat von Sportlern unterliegt häufig punktuell höheren Belastungen. Eine gute Körperstatik und Muskulatur ist essenziell, Verletzungen und Degenerationen sollten frühzeitig erkannt und mit modernsten orthopädischen Therapien behandelt werden.

Zahlreiche Forschungen und wissenschaftliche Studien zeigen, dass Stammzellen im Fettgewebe in zahlreicher und in größerer Form als im Knochenmark vorhanden sind. Aus dieser Erkenntnis ist die bioregenerative Therapie mit Stammzellen aus Fettgewebe entstanden, um die körpereigenen Reparaturmechanismen zu aktivieren. 

Dank dieser schonenden, minimal-invasiven Behandlungsmethode lässt sich in vielen Fällen der Einsatz eines künstlichen Gelenks deutlich hinauszögern oder sogar ganz vermeiden.

Behandlungsmethode, bei der energiereiche Stoßwellen auf den Körper treffen und dort ihre Wirkung entfalten. Diese akustischen Druckwellen werden außerhalb des Körpers erzeugt (extrakorporal) und verbessern im Körper die Durchblutung, regen den Stoffwechsel und das Knochenwachstum an und fördern die Wundheilung.

Die Traditionelle Chinesische Medizin bezeichnet alternative Heilverfahren, die auf der alten chinesischen Heilkunst bestehen. Dabei umfasst sie verschiedene Behandlungsformen, u.a. die Akupunktur, die chinesische Arzneimitteltherapie, Tuina sowie Diätetik.

Verhärtete Muskelpartien, deren Ursachen zahlreich sind. Die häufigsten sind: Schmerzen, Schonhaltung, Fehlhaltung, Stress, PC-Tätigkeit.

Die Spondylolisthesis oder das Wirbelgleiten ist die Verlagerung eines Wirbekörpers und stellt eine Instabilität dar, bei der das obere Teilstück der Wirbelsäule mit dem Gleitwirbel über den darunter liegenden Wirbelkörper bauchwärts (ventral – Ventrolisthese) oder rückenwärts (dorsal – Retrolisthese) gleitet. Dabei können positions- und belastungsunabhängige Schmerzen, Taubheiten in den verschiedensten Bereichen der unteren Extremitäten entstehen.

In der Regel ist die Ursache eines Wurzelreizsyndroms ein Nervenreiz, der im Nervenkanal oder den Nervenaustrittslöchern seinen Ursprung nimmt und meist positions- und/oder belastungsabhängig ist. In der Regel verschwindet der Schmerz, wenn der Oberkörper nach vorne geneigt wird.

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